SSW 39 Wehen erkennen

39. SSW: Dein umfassender Ratgeber für den Endspurt zur Geburt

5 min

Du hast es fast geschafft! Die 39. Schwangerschaftswoche ist erreicht und damit beginnt der offizielle Endspurt. Dein Baby ist nun vollständig entwickelt und bereit für das Leben außerhalb des Bauches. Für dich ist diese Zeit eine Mischung aus Vorfreude, Ungeduld und vielleicht auch ein wenig Nervosität. Jeder Tag ist spannend, denn es könnte jederzeit losgehen. Wir führen dich durch alle wichtigen Themen dieser Woche, von typischen Geburtsanzeichen bis hin zu Tipps gegen die extreme Müdigkeit.

  1. Dein Baby in der 39. SSW: Bereit für die Welt
  2. Dein Körper in der 39. SSW: Zwischen Warten und Vorbereitung
  3. Eindeutige Geburtsanzeichen: Geht es jetzt los?
  4. Geburtsbeginn: Optionen von Geburt Anregen bis Kaiserschnitt
  5. Checkliste für die 39. SSW: Bist du bereit?
  6. Für den Partner: So seid ihr ein starkes Team
  7. Zusammenfassung und Ausblick
  8. Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur 39. SSW

 

Dein Baby in der 39. SSW: Bereit für die Welt

Dein kleiner Schatz legt in der 39. SSW hauptsächlich noch an Gewicht zu. Die Lungenreifung ist abgeschlossen und das Gehirn entwickelt sich rasant weiter.

Größe und Gewicht: Dein Baby ist jetzt so groß wie ein kleiner Kürbis

In der 39. SSW wiegt dein Baby durchschnittlich zwischen 3.200 und 3.400 Gramm und ist etwa 50-51 cm groß – vergleichbar mit einem kleinen Kürbis. Diese Werte sind natürlich nur Durchschnittswerte; das genaue Gewicht deines Babys kann variieren.

Größen- & Gewichtsentwicklung (Richtwerte)

SSWGröße (ca.)Gewicht (ca.)Vergleich
38. SSW49,8 cm3080 gRhabarber
39. SSW50,7 cm3290 gKleiner Kürbis
40. SSW51,2 cm3460 gWassermelone
41. SSW51,7 cm3590 gGroßer Kürbis

 

Kindsbewegungen: Mal sehr aktiv, mal ganz ruhig

  • Dein Baby ist sehr aktiv: Manche Babys werden kurz vor der Geburt noch einmal richtig munter. Starke Kindsbewegungen in der 39. SSW sind also kein Grund zur Sorge, sondern können einfach bedeuten, dass dein Baby seine letzte Freiheit im Bauch genießt.
  • Dein Baby bewegt sich kaum: Gegen Ende der Schwangerschaft hat dein Baby weniger Platz, weshalb die Bewegungen sanfter werden können. Wenn du dir unsicher bist oder über mehrere Stunden gar keine Bewegung spürst, kontaktiere zur Sicherheit deine Hebamme oder deinen Arzt.

Dein Körper in der 39. SSW: Zwischen Warten und Vorbereitung

Dein Körper leistet Schwerstarbeit. Viele Beschwerden, die du jetzt spürst, sind Zeichen dafür, dass die Geburt nicht mehr fern ist.

Extreme Müdigkeit und Erschöpfung: Ein Zeichen für die Geburt?

Fühlst du dich in der 39. SSW müde und schlapp? Das ist völlig normal. Diese extreme Müdigkeit kann ein Anzeichen für die bevorstehende Geburt sein. Dein Körper sammelt Kräfte für die enorme Anstrengung. Gönn dir so viel Ruhe wie möglich, lege die Füße hoch und schlafe, wann immer du kannst.

Druck nach unten, Stechen in der Scheide und harter Bauch

Der Kopf des Babys drückt auf deinen Beckenboden. Das verursacht den typischen Druck nach unten und ein Stechen in der Scheide, besonders beim Gehen. Ein harter Bauch ist meist auf Übungswehen zurückzuführen. Auch Unterleibsschmerzen, die sich wie Regelschmerzen anfühlen, sind häufig, besonders nachts.

Kopfschmerzen und Rückenschmerzen im unteren Bereich

Kopfschmerzen in der 39. SSW können durch Hormonschwankungen und Anspannung entstehen. Rückenschmerzen im unteren Bereich sind ebenfalls typisch, da die Bänder gelockert sind und das Gewicht des Babys auf den Rücken drückt.

Übelkeit, Sodbrennen und Durchfall vor der Geburt

Auch der Magen-Darm-Trakt reagiert auf die hormonellen Veränderungen. Übelkeit in der 39. SSW, Sodbrennen oder auch Durchfall können Anzeichen sein, dass dein Körper sich "entleert" und auf die Geburt vorbereitet.

Eindeutige Geburtsanzeichen: Geht es jetzt los?

Die Wahrscheinlichkeit einer Geburt in der 39. SSW ist hoch. Doch woran erkennst du, dass es wirklich losgeht?

Der Abgang des Schleimpfropfs und die Zeichnungsblutung

Der Schleimpfropf verschließt den Muttermund während der Schwangerschaft. Wenn er sich löst (oft mit einer leichten Blutung, der "Zeichnungsblutung"), ist das ein klares Zeichen, dass sich der Muttermund zu öffnen beginnt. Die Geburt kann aber noch Stunden oder Tage dauern.

Vorwehen vs. echte Wehen: So erkennst du den Unterschied

  • Vorwehen: Unregelmäßig, werden bei Wärme (Bad) oder Ruhe schwächer, Schmerz meist nur im Unterbauch.
  • Echte Wehen: Kommen in regelmäßigen, kürzer werdenden Abständen. Werden bei Wärme und Ruhe stärker. Der Schmerz beginnt oft im Rücken und zieht wellenartig nach vorne.

Wann ist es Zeit, ins Krankenhaus zu fahren?

Die Faustregel lautet: Wenn die Wehen alle 5-7 Minuten kommen, etwa eine Minute andauern und das über einen Zeitraum von einer Stunde, ist es Zeit, sich auf den Weg zu machen. Bei einem Blasensprung solltest du ebenfalls umgehend die Klinik oder deine Hebamme kontaktieren.

Geburtsbeginn: Optionen von Geburt Anregen bis Kaiserschnitt

Die Ungeduld wächst und viele Frauen fragen sich, wie sie die Geburt sanft anstoßen können. Doch was passiert, wenn die Wehen auf sich warten lassen oder ein anderer Weg medizinisch notwendig wird? In diesem Abschnitt beleuchten wir deine Optionen – von natürlichen Methoden über die medizinische Einleitung bis hin zum geplanten Kaiserschnitt.

Natürliche Methoden zur Wehenförderung

Es gibt einige sanfte Methoden, die du nach Absprache mit deiner Hebamme ausprobieren kannst, um deinen Körper zu unterstützen:

  • Bewegung: Spaziergänge können helfen, das Baby tiefer ins Becken zu bewegen.
  • Warmes Bad: Entspannt und kann bei Geburtsbereitschaft die Wehen anregen.
  • Brustwarzenstimulation: Kann die Ausschüttung von Oxytocin (Wehenhormon) fördern.

Die medizinische Einleitung: Wenn nachgeholfen wird

Eine Einleitung ohne medizinische Notwendigkeit ("auf Wunsch") wird von Ärzten meist kritisch gesehen. Wenn es jedoch medizinische Gründe gibt (z.B. eine beginnende Schwangerschaftsvergiftung, eine Unterversorgung des Babys oder eine deutliche Überschreitung des Geburtstermins), wird dein Arzt die Optionen mit dir besprechen.

Der geplante Kaiserschnitt: Eine Alternative zur natürlichen Geburt

Wenn eine natürliche Geburt nicht möglich oder gewünscht ist, zum Beispiel bei einer Beckenendlage oder anderen medizinischen Gründen, wird dein Arzt mit dir einen geplanten Kaiserschnitt besprechen. Dieser findet häufig um die 39. Schwangerschaftswoche statt, um dem Einsetzen der natürlichen Wehen zuvorzukommen. Dabei handelt es sich um eine Routine-Operation, bei der du dein Baby dank einer Teilnarkose (Spinal- oder Periduralanästhesie) bei vollem Bewusstsein auf der Welt begrüßen kannst.

Diese Entscheidung wird immer gemeinsam mit deinem Ärzteteam getroffen, um die sicherste Option für dich und dein Baby zu finden.

Checkliste für die 39. SSW: Bist du bereit?

  • Kliniktasche: Steht sie fertig gepackt und gut erreichbar an der Tür?
  • Wichtige Nummern: Hebamme, Kreißsaal, Partner – alles griffbereit?
  • Entspannung: Übe noch einmal deine Atemtechniken und finde Wege, um zur Ruhe zu kommen.
  • Vorkochen: Bereite ein paar einfache Mahlzeiten für die erste Zeit im Wochenbett vor und friere sie ein.

Für den Partner: So seid ihr ein starkes Team

Die Ungeduld und die körperlichen Beschwerden deiner Partnerin können jetzt sehr groß sein. Deine wichtigste Rolle ist es, Geduld zu haben, zuzuhören und für Ablenkung zu sorgen. Ein gemeinsamer Spaziergang, ein schöner Film oder einfach nur eine liebevolle Massage können Wunder wirken.

Zusammenfassung und Ausblick

Die 39. SSW ist eine aufregende und intensive Zeit. Dein Körper weiß genau, was er zu tun hat. Höre auf seine Signale, gönne dir viel Ruhe und freue dich auf den magischen Moment. In der kommenden 40. Schwangerschaftswoche hast du den errechneten Termin erreicht – aber denk daran, jedes Baby hat seinen eigenen Zeitplan.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur 39. SSW

In welchem Monat bin ich in der 39. SSW?

Du befindest dich in der 39. Woche mitten im 10. und letzten Schwangerschaftsmonat.

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit einer Geburt in der 39. SSW?

Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch. Viele Babys (besonders beim ersten Kind) kommen in der 39. oder 40. Woche zur Welt. Es ist jedoch auch völlig normal, wenn es noch etwas dauert.

Was, wenn ich in der 39. SSW noch keine Wehen habe?

Das ist absolut kein Grund zur Sorge! Nur etwa 5 % der Babys kommen am errechneten Termin. Solange es dir und deinem Baby gut geht (was bei den Vorsorgeuntersuchungen überprüft wird), darfst du einfach abwarten. Dein Baby kommt, wenn es bereit ist.

Was bedeuten Kopfschmerzen in der 39. SSW?

Leichte Kopfschmerzen können durch Anspannung, Müdigkeit oder Hormonschwankungen entstehen. Achte darauf, genug zu trinken. Sollten die Kopfschmerzen sehr stark sein, plötzlich auftreten und von Sehstörungen oder hohem Blutdruck begleitet werden, kontaktiere bitte umgehend deinen Arzt, um eine Schwangerschaftsvergiftung (Präeklampsie) auszuschließen.

Reload content for this field
CRM Banner

Schon BEBA Family Club Mitglied?

Registriere dich kostenfrei im BEBA Family Club und profitier von vielen kostenlosen Vorteilen. Persönliche Club-Post, Gewinnspiele und Zugang zu exklusiven Partnerschaften.
Reload content for this field
Team Foto

Unser BEBA Family Expertenteam

Das BEBA Family Team steht werdenden Eltern jederzeit mit Rat und Herz zur Seite. Unser Team besteht aus erfahrenen Expertinnen und Experten, die deine Fragen versteht & dich begleitet.
BEBA Family logo 96x96
BEBA Family

von der BEBA Familie geschrieben