SSW 40 Geburt deines Babys

40. SSW: Dein Wegweiser für den Endspurt zur Geburt

5 min

Herzlichen Glückwunsch, du hast die 40. Schwangerschaftswoche und damit den offiziell errechneten Geburtstermin erreicht! Die Ziellinie ist in Sicht und die Aufregung, dein Baby endlich in den Armen zu halten, ist riesig. Gleichzeitig ist diese Zeit oft von Ungeduld und vielen Fragen geprägt. Dein Körper sendet vielleicht schon erste Signale oder lässt dich noch im Ungewissen. In diesem Artikel begleiten wir dich durch den Endspurt und klären die wichtigsten Fragen.

  1. Dein Baby in der 40. SSW: endlich bereit für die Welt
  2. Dein Körper in der 40. SSW: Typische Symptome und Geburtsanzeichen
  3. Terminüberschreitung: Wenn das Baby auf sich warten lässt
  4. Die finale Vorbereitung: Partner, Klinik & mentale Stärke
  5. Für den Partner: So seid ihr ein starkes Team
  6. Zusammenfassung und Ausblick
  7. Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur 40. SSW

 

Dein Baby in der 40. SSW: endlich bereit für die Welt

Dein Baby ist vollständig entwickelt und bereit für die Welt. Es sammelt nur noch Kraft für die Geburt und die erste Zeit danach.

Größe und Gewicht: Dein Baby ist jetzt so groß wie eine Wassermelone

In der 40. SSW wiegt dein Baby durchschnittlich etwa 3.400 bis 3.500 Gramm und ist ca. 51 cm groß – vergleichbar mit einer kleinen Wassermelone. Die Lungenreife ist abgeschlossen und es hat genügend Fettreserven für die ersten Tage.

Größen- & Gewichtsentwicklung (Richtwerte)

SSWGröße (ca.)Gewicht (ca.)Vergleich
39. SSW50,7 cm3290 gKleiner Kürbis
40. SSW51,2 cm3460 gWassermelone
41. SSW51,7 cm3590 gGroßer Kürbis
42. SSW51,5 cm3685 gGroße Wassermelone

 

Kindsbewegungen: Mal sehr aktiv, mal ganz ruhig

Viele werdende Mütter beobachten die Kindsbewegungen ganz genau. Ein Baby, das in der 40. SSW sehr aktiv ist, kann Aufregung verursachen, ist aber meistens ein Zeichen von Wohlbefinden. Es kann auch sein, dass dein Baby in der 40. SSW sehr ruhig wird. Das liegt oft daran, dass es weniger Platz hat und Kräfte für die Geburt sammelt. Solltest du dir jedoch Sorgen machen, kontaktiere zur Sicherheit immer deine Hebamme oder deinen Arzt.

Dein Körper in der 40. SSW: Typische Symptome und Geburtsanzeichen

Dein Körper hat Unglaubliches geleistet und bereitet sich nun auf die letzte große Etappe vor: die Geburt.

Eindeutige Geburtsanzeichen: Wann geht es los?

  • Echte Wehen: Sie werden regelmäßiger, stärker und die Abstände kürzer. Ein warmes Bad lässt sie nicht verschwinden.
  • Abgang des Schleimpfropfs: Ein schleimiger, oft leicht blutiger Ausfluss ("Zeichnungsblutung") zeigt, dass der Muttermund zu arbeiten beginnt. Das kann, muss aber kein Anzeichen sein – oft kann es sich ab da noch um Tage handeln, bis die Wehen wirklich einsetzen.
  • Durchfall und Übelkeit: Manche Frauen erleben kurz vor der Geburt Durchfall oder Übelkeit, da der Körper sich "reinigt".

Der Blasensprung ohne Wehen: Was nun?

Ein Blasensprung ohne Wehen ist ein klares Geburtsanzeichen. Wenn die Fruchtblase platzt, kann Fruchtwasser schwallartig oder tröpfchenweise austreten. Kontaktiere in diesem Fall sofort deine Hebamme oder die Klinik. Meist wird empfohlen, direkt dorthin zu fahren, auch wenn du noch keine Wehen hast. Oft setzen die Wehen innerhalb der nächsten 12-24 Stunden von selbst ein. Wenn nicht, wird die Geburt in der Regel medizinisch eingeleitet, um das Infektionsrisiko zu minimieren.

Weitere typische Beschwerden im Finale

  • Druck nach unten und Stechen in der Scheide: Dieses Gefühl entsteht, weil das Köpfchen deines Babys fest im Becken sitzt.
  • Rückenschmerzen und Unterleibsschmerzen: Die Lockerung der Bänder und das Gewicht des Babys führen oft zu Schmerzen, die an die Periode erinnern.
  • Hitzewallungen und Müdigkeit: Dein Stoffwechsel läuft auf Hochtouren, während die körperliche Anstrengung für große Müdigkeit sorgt.

Terminüberschreitung: Wenn das Baby auf sich warten lässt

Der errechnete Termin ist da, aber nichts passiert? Willkommen im Club! Nur etwa 4 % aller Babys kommen genau am Stichtag zur Welt.

Was passiert, wenn der Termin verstrichen ist?

Nach dem errechneten Entbindungstermin, also ab 40+1 SSW, wirst du engmaschiger von deiner Hebamme oder deinem Gynäkologen betreut. In der Regel finden alle zwei Tage Kontrollen statt, bei denen mittels CTG die Herztöne des Babys und eventuelle Wehentätigkeit überprüft werden. Auch die Fruchtwassermenge wird per Ultraschall kontrolliert, um sicherzustellen, dass dein Baby weiterhin gut versorgt ist.

40 SSW und keine Wehen: Warum das normal ist

Es ist absolut kein Grund zur Sorge, wenn du in der 40. SSW keine Wehen hast und der Muttermund geschlossen ist. Besonders Erstgeborene lassen sich gerne etwas mehr Zeit. Nach dem errechneten Geburtstermin wirst du engmaschiger (alle 2 Tage) von deiner Hebamme oder deinem Gynäkologen betreut, um sicherzustellen, dass es deinem Baby gut geht.

Wehen fördern, Einleitung oder Kaiserschnitt?

  • Wehen fördern: Sanfte Methoden wie Spaziergänge oder warme Bäder können nach Absprache mit deiner Hebamme helfen.
  • Medizinische Einleitung: Wenn der Termin deutlich überschritten wird oder medizinische Gründe vorliegen, wird die Geburt im Krankenhaus eingeleitet.
  • Kaiserschnitt: Ein Kaiserschnitt kann geplant sein (z.B. bei Beckenendlage) oder während der Geburt notwendig werden, wenn es für dich oder dein Baby sicherer ist.

Die finale Vorbereitung: Partner, Klinik & mentale Stärke

Nutze die letzten Tage, um Kraft zu tanken und die Organisation abzuschließen.

Wann ist es Zeit, ins Krankenhaus zu fahren?

Die Kliniktasche steht bereit, aber wann ist der richtige Zeitpunkt? Kontaktiere deine Klinik oder Hebamme bei:

  • Regelmäßigen Wehen: Wenn die Wehen über eine Stunde lang alle 5-7 Minuten kommen, ca. eine Minute andauern und an Stärke zunehmen.
  • Einem Blasensprung: Unabhängig davon, ob du Wehen hast oder nicht. Beim Blasensprung solltest du dich (je nach Anweisung deiner Klinik) liegend transportieren lassen und direkt ins Krankenhaus fahren.
  • Blutungen: Bei hellroten Blutungen, die stärker als eine Schmierblutung sind.
  • Unsicherheit: Wenn du dich unwohl fühlst oder unsicher bist, ist ein Anruf in der Klinik nie verkehrt.

Der Partner im Kreißsaal: Euer gemeinsamer Moment

Sprecht noch einmal darüber, wie ihr euch die Geburt vorstellt. Soll dein Partner im Kreißsaal dabei sein? Die Anwesenheit einer vertrauten Person gibt vielen Frauen Kraft und Sicherheit. Dein Partner kann dein Fürsprecher sein, dich massieren, dir zu trinken geben und einfach da sein.

Checkliste für den Start

  • Kliniktasche: Steht sie an der Tür?
  • Wichtige Nummern: Hebamme, Kreißsaal, Taxi – alles im Handy gespeichert?
  • Bonding: Freue dich auf die ersten Momente nach der Geburt. Der Haut-zu-Haut-Kontakt ist unglaublich wichtig für die Bindung.

Die ersten Momente mit deinem Baby: Das Bonding

Unmittelbar nach der Geburt erlebst du einen der magischsten Momente: Dein Baby wird dir auf die Brust gelegt. Dieser Haut-zu-Haut-Kontakt (Bonding) ist unglaublich wichtig. Dein Baby erkennt deinen Geruch, deinen Herzschlag und deine Stimme. Es fühlt sich sicher und geborgen. Nutze diese erste Zeit, um dein kleines Wunder kennenzulernen und es vielleicht schon das erste Mal an die Brust zu legen.

Für den Partner: So seid ihr ein starkes Team

Die Ungeduld und Anspannung können jetzt groß sein. Deine wichtigste Rolle ist es, Geduld zu haben, zuzuhören und für Ablenkung zu sorgen. Sei bereit, jederzeit loszufahren, und bleibe ruhig – deine Gelassenheit überträgt sich auf deine Partnerin.

Zusammenfassung und Ausblick

Die 40. SSW ist eine aufregende Zeit des Wartens. Dein Körper und dein Baby wissen genau, was zu tun ist. Vertraue auf sie. Sollte dein Baby auf sich warten lassen, beginnt die Phase der Terminüberschreitung (41. SSW), in der du und dein Baby engmaschig überwacht werdet, bis die Geburt eingeleitet wird oder von selbst beginnt.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur 40. SSW

In welchem Monat bin ich in der 40. SSW?

Du befindest dich in der 40. Woche am Ende des 10. und letzten Schwangerschaftsmonats.

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit einer Geburt in der 40. SSW?

Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, aber es ist genauso normal, wenn es noch eine Woche oder länger dauert. Jedes Baby hat seinen eigenen Zeitplan.

Was bedeuten Unterleibsschmerzen wie Regelschmerzen in der 40. SSW?

Das sind oft Übungs- oder Senkwehen, die den Körper auf die Geburt vorbereiten. Werden sie regelmäßig und stärker, könnten es echte Geburtswehen sein.

Mein Baby rutscht nicht ins Becken, was nun?

Manchmal geschieht dies erst unter der Geburt. Bestimmte Positionen (z.B. der Vierfüßlerstand) können helfen. Deine Hebamme kann dich hierzu beraten.

Ist eine stille Geburt in der 40. SSW häufig?

Nein, eine Totgeburt in diesem späten Stadium ist extrem selten. Die engmaschigen Kontrollen nach dem errechneten Termin dienen genau dazu, Risiken frühzeitig zu erkennen und die Sicherheit für dein Baby zu gewährleisten. Sprich bei Sorgen immer offen mit deinem Arzt oder deiner Hebamme.

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