- Die Entwicklung deines Babys in der 37. SSW
- Dein Körper in der 37. SSW: Typische Symptome und Geburtsanzeichen
- Geburt in der 37. SSW: Was du wissen solltest
- Die finale Vorbereitung: Partner, Klinik & mentale Stärke
- Für den Partner: Deine Rolle bei der Geburt
- Zusammenfassung und Ausblick
- Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur 37. SSW
Die Entwicklung deines Babys in der 37. SSW
Während du ungeduldig wartest, legt dein Baby in deinem Bauch die letzten Feinheiten an. Es sammelt Kraft für die Geburt und die erste Zeit danach.
Größe und Gewicht: Dein Baby ist jetzt so groß wie ein Römersalat
In der 37. SSW wiegt dein Baby durchschnittlich 2.900 Gramm und ist etwa 48 bis 49 cm groß – vergleichbar mit einem großen Römersalat. Sein Kopfumfang beträgt bereits ca. 32 cm. Der meiste Flaum (Lanugohaar) und ein Großteil der Käseschmiere sind verschwunden. Dein Baby trainiert fleißig seine Lungen, indem es Fruchtwasser „atmet“, und übt Saugen und Schlucken.
Größen- & Gewichtsentwicklung (Richtwerte)
| SSW | Größe (ca.) | Gewicht (ca.) | Vergleich |
|---|---|---|---|
| 36. SSW | 47,4 cm | 2620 g | Papaya |
| 37. SSW | 48,6 cm | 2860 g | Römersalat |
| 38. SSW | 49,8 cm | 3080 g | Rhabarber |
| 39. SSW | 50,7 cm | 3290 g | Kleiner Kürbis |
Kindsbewegungen: Mal aktiv, mal ruhig
Der Platz in der Gebärmutter wird eng. Daher wirst du vielleicht feststellen, dass die Bewegungen deines Babys sich verändern. Statt kräftiger Tritte spürst du nun eher ein Dehnen, Schieben und Drehen. Phasen, in denen dein Baby sehr aktiv ist, wechseln sich mit längeren Schlaf- und Ruhephasen ab. Das ist völlig normal. Solltest du dir aber Sorgen machen, weil du dein Baby ungewöhnlich lange gar nicht spürst, kontaktiere zur Sicherheit deine Hebamme oder deinen Arzt.
Dein Körper in der 37. SSW: Typische Symptome und Geburtsanzeichen
Dein Körper leistet Höchstarbeit. Hormone, Kreislauf und Muskulatur stellen sich auf die bevorstehende Geburt ein.
Die wichtigsten Geburtsanzeichen im Überblick – wann musst du in die Klinik?
Die große Frage: Woran erkenne ich, dass es wirklich losgeht? Achte auf diese Anzeichen:
- Regelmäßige, kräftiger werdende Wehen: Echte Geburtswehen kommen in regelmäßigen Abständen (z.B. alle 5-7 Minuten), dauern ca. 60 Sekunden an und werden mit der Zeit intensiver. Sie lassen sich durch ein warmes Bad nicht stoppen.
- Blasensprung: Wenn Fruchtwasser abgeht – egal ob schwallartig oder tröpfchenweise – solltest du die Klinik kontaktieren.
- Zeichnungsblutung / Abgang des Schleimpfropfs: Der Schleimpfropf, der den Muttermund verschlossen hat, kann sich lösen (oft als schleimiger Ausfluss mit etwas Blut). Dies ist ein Zeichen, dass der Muttermund zu arbeiten beginnt.
Mehr über Geburtsanzeichen und was dann zu tun ist erfährst du hier: Wehen erkennen
Druck nach unten, Stechen in der Scheide und Senkwehen
Da das Baby tief im Becken liegt, spüren viele Frauen einen starken Druck nach unten, besonders beim Gehen. Ein gelegentliches Stechen in der Scheide oder ein Ziehen im Schambereich kann durch den Druck des Köpfchens auf die Nerven entstehen. Senkwehen (harter Bauch, Ziehen im Rücken) sind weiterhin häufig und ein Zeichen, dass sich dein Körper vorbereitet.
Weitere typische Symptome: Übelkeit, Durchfall & Müdigkeit
Einige Frauen erleben in der 37. SSW erneut Übelkeit oder haben Durchfall. Dies kann durch die hormonelle Umstellung kurz vor der Geburt ausgelöst werden. Extreme Müdigkeit ist ebenfalls ein häufiges Anzeichen. Dein Körper signalisiert dir, dass du jetzt alle Kraftreserven sammeln sollst.
Geburt in der 37. SSW: Was du wissen solltest
Der Gedanke, dass es jederzeit losgehen könnte, ist aufregend. Zu wissen, dass dein Baby nun bereit ist, gibt Sicherheit.
Wahrscheinlichkeit und Erfahrungen
Die Wahrscheinlichkeit einer Geburt in der 37. SSW ist bereits deutlich erhöht. Nur etwa 5 % aller Babys kommen am errechneten Geburtstermin zur Welt. Eine Geburt in dieser Woche verläuft in der Regel völlig unkompliziert. Dein Baby ist voll entwickelt und benötigt meist keine besondere medizinische Unterstützung.
Kann man die Geburt sanft anstoßen?
Viele Frauen möchten die Geburt beschleunigen. Es gibt einige natürliche Methoden, die Wehen fördern können, aber besprich diese immer zuerst mit deiner Hebamme oder deinem Arzt! Dazu gehören Spaziergänge oder warme Bäder.
Die finale Vorbereitung: Partner, Klinik & mentale Stärke
Nutze die letzten Tage, um Kraft zu tanken und die Organisation abzuschließen. Das gibt dir ein Gefühl von Sicherheit und Kontrolle.
Partner bei der Geburt – ja oder nein? Was jetzt zählt
Ein offenes Gespräch mit deinem Partner ist jetzt Gold wert. Wer soll bei der Geburt dabei sein? Fühlst du dich mit deinem Partner an der Seite sicher oder wäre eine Freundin oder Doula eine bessere Unterstützung? Klärt eure Erwartungen und Wünsche, damit ihr als Team agieren könnt, wenn es losgeht.
Hier gilt: Es gibt kein richtig oder falsch.
Viel wichtiger ist, dass du dich sicher, verstanden und gut begleitet fühlst. Überlege in Ruhe:
- Gibt dir die Anwesenheit deines Partners im Kreißsaal Kraft und Sicherheit?
- Oder hast du Angst, dich „zusammenreißen“ zu müssen, wenn er da ist?
- Wäre dir eine Freundin, Schwester oder Hebamme, die selbst schon Erfahrung hat, angenehmer?
- Wie fühlt dein Partner sich dabei? Hat er vielleicht selbst Unsicherheiten?
Ein offenes Gespräch ohne Druck hilft euch beiden, eine Entscheidung zu treffen, die sich gut anfühlt. Viele Paare finden es hilfreich, ihre Erwartungen gemeinsam zu klären – das sorgt für Ruhe, wenn es ernst wird.
Stressfrei in die Klinik kommen: Die letzten Checks
- Kliniktasche: Steht sie griffbereit?
- Weg zur Klinik: Fahrt die Strecke einmal ab, prüft Parkmöglichkeiten.
- Betreuung: Ist die Betreuung für Geschwisterkinder geklärt?
- Wichtige Nummern: Hebamme, Kreißsaal, Taxi – alles im Handy gespeichert?
Für den Partner: Deine Rolle bei der Geburt
Deine wichtigste Aufgabe ist es, Ruhe zu bewahren und deiner Partnerin den Rücken freizuhalten. Sei ihr Fürsprecher in der Klinik, sorge für eine angenehme Atmosphäre und erinnere sie an die Atemtechniken aus dem Geburtsvorbereitungskurs. Deine Anwesenheit und Unterstützung sind unersetzlich.
Zusammenfassung und Ausblick
Die 37. SSW ist eine aufregende Zeit des Wartens. Dein Baby ist bereit, und dein Körper auch. In der kommenden 38. Schwangerschaftswoche wird dein Baby seine Fettreserven weiter aufstocken und du kannst dich ganz auf die bevorstehende Ankunft konzentrieren.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur 37. SSW
In welchem Monat ist die 37. SSW?
Du befindest dich am Anfang des 10. und letzten Schwangerschaftsmonats.
Ist die 37. SSW schon „geburtsreif“?
Ja. Ab der vollendeten 37. SSW (37+0) gilt dein Baby offiziell als "termingerecht" und nicht mehr als Frühchen. Viele Kinder kommen jetzt völlig gesund zur Welt.
Wie oft sollte ich mein Baby spüren?
Die Bewegungen werden vielleicht kleiner und gezielter, aber du solltest sie weiterhin mehrmals täglich gut spüren. Wenn du deutlich weniger spürst als sonst oder dir Sorgen machst, kontaktiere bitte umgehend deine Hebamme oder Ärztin.
Was bedeutet ein harter Bauch mit starkem Druck nach unten?
Dies sind meist Senkwehen, die dein Baby in die richtige Geburtsposition bringen. Wenn sie schmerzhaft und regelmäßig werden, könnten es Geburtswehen sein.
Sollte ich in der 37. SSW noch reisen?
Nur nach ärztlicher Rücksprache und für sehr kurze Strecken. In dieser Woche kann die Geburt jederzeit beginnen, daher ist es ratsam, in der Nähe deines Geburtsortes zu bleiben.
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