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Ab wann ist Folgemilch sinnvoll

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Ab wann ist Folgemilch sinnvoll

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Die Welt der Babynahrung kann sehr konfus sein. Bereits frische Eltern oder werdende Eltern sprechen von Folgemilch oder Pre-Nahrung. Diese werden ebenfalls zwischen Folgemilch 1 und 2 als Stufungen unterschieden. Wir helfen dir, um die richtige Entscheidung für dein Baby und dessen Folge-Nahrung zu treffen.

Mutter hält Baby auf dem Arm und stillt es mit einem Flässchen.

Ab wann Folgemilch?

Experten sind sich einig: Folgemilch solltest du frühestens nach dem vollendeten 6. Monat geben, und auch nur dann, wenn dein Baby bereits Beikost erhält. Ein Wechsel von Pre-Nahrung auf Folgemilch ist zwingend nicht notwendig. Wenn dein Baby mit seiner Pre-Milch satt und zufrieden ist, kannst du diese problemlos bis zum Ende des ersten Lebensjahres weiterfüttern.

Warum ist das so? Pre-Nahrung ist der Muttermilch am ähnlichsten und deckt alle wichtigen Nährstoffe ab. Folgemilch enthält mehr Stärke und kann dadurch sättigender wirken. Jedes Baby ist anders und vertraue ruhig auf dein Gefühl. Bei Unsicherheiten hilft dir deine Hebamme oder dein Kinderarzt gerne weiter.

Baby Flasche im Vordergrund auf dem Tisch, Mama mit Baby unscharf im Hintergrund zu sehen.

Warum gibt es Folgemilch?

Diese Frage ist absolut berechtigt! Der Grundgedanke hinter Folgemilch ist, den Nährstoffbedarf deines Babys in einer neuen Lebensphase für die Entwicklung zu decken. Wenn dein Kind mobiler wird, die Welt entdeckt und mit der Beikost neue Geschmäcker kennenlernt, verändert sich auch sein Energie- und Nährstoffbedarf. Folgemilch ist darauf abgestimmt und enthält beispielsweise eine höhere Menge an Eisen, was für das gesunde Wachstum nach dem 6. Monat wichtig ist. Sie dient als milchhaltiger Teil einer gemischten Ernährung.

Auf dem Tisch liegen alle Zubehöre für die Erstellung einer Folgemilch und eine fertige Trinkflasche.

Welche Babymilch ist für welches Alter geeignet?

Bei all den Zahlen auf den Verpackungen ist Verwirrung normal. Gemeinsam bringen wir Licht ins Dunkel:

Pre-Nahrung und 1er-Nahrung

Beide sind Anfangsnahrungen und ab Geburt geeignet. Der Hauptunterschied: 1er-Nahrung kann neben Laktose auch Stärke enthalten, um sie sämiger zu machen. Viele Babys sind aber mit Pre-Nahrung, die der Muttermilch am nächsten kommt, bestens versorgt.

Folgemilch 2

Diese ist, wie bereits erwähnt, für Babys nach dem 6. Monat als Teil einer Mischkost aus Fläschchen und Brei konzipiert. Sie ist die klassische "Folgemilch", wenn Eltern von einem Wechsel sprechen.

Folgemilch 3

Diese Milch ist für Kleinkinder ab dem 10. oder 12. Monat gedacht und an den Nährstoffbedarf in diesem Alter angepasst. Sie wird oft als Übergang zur normalen Familienkost gesehen.

Milchnahrung fürs Baby

Pre, 1, 2, 3: Welche Milchnahrungen gibt es?

Um dir eine klare Übersicht zu geben, hier die gängigen Arten von Babymilch im Überblick:

· Anfangsmilch - Pre und 1: Anfangsmilch ist für Babys von Geburt an geeignet und deckt den kompletten Nährstoffbedarf in den ersten Lebensmonaten. Pre-Nahrung enthält als Kohlenhydrat nur Laktose und ist der Muttermilch am ähnlichsten. 1er-Nahrung enthält zusätzlich Stärke, was sie etwas sämiger macht.

· Folgemilch - 2 und 3: Folgemilch ist frühestens nach dem 6. Monat als Ergänzung zur Beikost gedacht. Sie ist an den veränderten Nährstoffbedarf älterer Säuglinge angepasst und enthält unter anderem mehr Eisen wichtig für alle Eltern: Der Wechsel ist optional, die Pre-Nahrung bleibt weiterhin eine gute Wahl.

· Junior-Milch / Kindermilch: Ab dem 1. Geburtstag kann Kindermilch eine Alternative zur Kuhmilch sein. Sie ist auf die Bedürfnisse von Kleinkindern zugeschnitten und enthält oft weniger Eiweiß als normale Kuhmilch.

Schlafendes Kleinkind im Kinderbett mit fast leerer Flasche im Arm.

Wie lange brauchen Babys Milch?

Milch ist im gesamten ersten Lebensjahr eine zentrale Nahrungsquelle für dein Baby. Die WHO empfiehlt, in den ersten sechs Monaten ausschließlich zu stillen. Zwischen dem fünften und siebten Monat kannst du dann mit der Beikost beginnen. Auch wenn feste Nahrung immer mehr an Bedeutung gewinnt, bleibt die Milchmahlzeit ein wichtiger Lieferant für Energie und Nährstoffe. Experten empfehlen für die Zeit zwischen dem 6. und 12. Monat ca. 235-705 ml Milch pro Tag neben der Beikost.

Woran erkenne ich, ob mein Baby bereit für den Wechsel ist?

Dein Baby sendet dir die besten Signale. Ein Wechsel zu Folgemilch kann eine Überlegung wert sein, wenn:

  • Dein Baby älter als sechs Monate ist.
  • Es bereits regelmäßig und mit Freude Beikost isst.
  • Du das Gefühl hast, dass es von den reinen Milchmahlzeiten nicht mehr langanhaltend satt wird.

Aber denk daran: Das ist völlig normal und kein Grund zur Sorge! Ein Wechsel ist eine Option, keine Pflicht.

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Der Wechsel zu Folgemilch: So gelingt die Umstellung sanft

Wenn du dich für einen Wechsel entscheidest, gib deinem Baby Zeit, sich an die neue Nahrung zu gewöhnen. Eine plötzliche Umstellung kann das kleine Bäuchlein überfordern.

Hier ein bewährter Tipp: Ersetze zunächst nur ein Fläschchen am Tag durch die Folgemilch. Nach ein paar Tagen kannst du das nächste Fläschchen umstellen. So kann sich das Verdauungssystem deines Babys sanft an die neue Zusammensetzung. gewöhnen. Beobachte dein Kind dabei gut. Wenn alles in Ordnung ist, kannst du schrittweise weitermachen.

Fazit: Folgemilch - Vertrau auf dein Gefühl

Liebe Mama, lieber Papa! Bei all den Zahlen und Empfehlungen ist eines das Wichtigste: dein Bauchgefühl. Du kennst dein Baby am besten. Ob du bei der Pre-Nahrung bleibst oder auf Folgemilch wechselst, solange dein Kind gesund ist, zunimmt und einen zufriedenen Eindruck macht, triffst du die richtige Entscheidung. Fühl dich umarmt, du schaffst das!

Häufig gestellte Fragen zur Folgemilch und Milchnahrung

Was ist der Unterschied zwischen Pre- und Folgemilch?

Pre-Milch ist eine Anfangsnahrung, die den kompletten Energie- und Nährstoffbedarf deines Babys in den ersten Lebensmonaten deckt. Folgemilch ist für Babys nach dem 6. Monat als Teil einer Mischkost mit Beikost  gedacht. Experten empfehlen oft den Umstieg, da Folgemilch einen an das Alter angepassten, geringeren Proteingehalt und eine höhere Menge an Nährstoffen wie Eisen enthält, die für das Wachstum wichtig sind.

Wie lange ist Babymilch bei Zimmertemperatur haltbar?

Das ist eine super wichtige Frage! Sowohl Pre- als auch Folgemilch sollten immer frisch zubereitet und sofort gefüttert werden. In zubereiteter Milch können sich schnell Bakterien vermehren. Reste dürfen auf keinen Fall aufbewahrt und später wieder verwendet werden.

Wie lange kann ich meinem Baby nachts Pre-Milch geben?

In den ersten Monaten ist der Magen deines Babys noch winzig, daher sind nächtliche Mahlzeiten alle 2-4 Stunden normal und wichtig. Ab etwa 6 Monaten, wenn die Beikost eingeführt ist, schlafen manche Babys bereits ohne Milchmahlzeit durch. Es gibt hier aber kein "Richtig" oder "Falsch". Wenn du unsicher bist, sprich mit deiner Hebamme oder deinem Kinderarzt oder deiner Kinderärztin.

Welche Milch soll ich nach dem Abstillen geben?

Wenn du vor dem ersten Geburtstag abstillst, braucht dein Baby eine entsprechende Milchnahrung. In den ersten 6 Monaten (und bei Bedarf auch darüber hinaus) ist Anfangsmilch die richtige Wahl. Danach kannst du dich an den Altersangaben für Folgemilch orientieren. Für Kinder ab einem Jahr kann eine JUNIOR-Milch eine gute Alternative sein.

Macht Milchnahrung mein Baby dick?

Nein, solange du dich an die Zubereitungs- und Fütterungsempfehlungen auf der Verpackung hältst, macht weder Anfangs- noch Folgemilch dick. Die Forschung zeigt, dass ein niedrigerer Proteingehalt, wie er im Verlauf der Stillzeit in der Muttermilch und auch in moderner Folgemilch zu finden ist, das Risiko für späteres Übergewicht sogar senken kann.

Kann ich Säuglingsmilchnahrung selbst herstellen?

Der Gedanke ist verständlich – schließlich möchtest du nur das Beste für dein Baby. Dennoch raten Experten wie die WHO und die DGE davon ab. Selbstgemachte Milch kann Risiken wie Nährstoffmängel oder Keimbelastung mit sich bringen. Industriell hergestellte Säuglingsnahrung ist streng kontrolliert und genau auf die Bedürfnisse deines Babys abgestimmt.

Wie viel Milch braucht ein Baby neben der Beikost?

Das ist individuell, aber als Richtwert empfehlen Experten zwischen dem 6. und 12. Monat etwa 235-705 ml Milch pro Tag. Für Babys, die noch keine Beikost bekommen, gilt die Faustregel von ca. 1/6 des Körpergewichts pro Tag.

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