Baby trinkt aus Babyflasche während es auf einer Sonnenliege liegt
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Tabelle – wie viel trinkt ein Baby pro Stillmahlzeit?

8 min

Du fragst dich, wie viel ein Baby pro Stillmahlzeit trinkt? Keine Sorge – hier findest du klare Richtwerte nach Alter, Sättigungszeichen und praktische Tipps, damit du sicher und entspannt stillen kannst.

Inhalt:

  1. Tabelle: Tägliche Trinkmenge eines Babys nach Alter
  2. Tabelle: Tägliche Trinkmenge bei Flaschennahrung
  3. Achte auf die Sättigungs- und Hungerzeichen
  4. Die Entwicklung der Trinkmenge beim Baby
  5. Bockshornklee als natürliche Unterstützung für die Milchmenge
  6. Fazit: Es kommt nicht auf die Milliliter an
  7. Häufige Fragen zur Trinkmenge beim Baby

Tabelle: Tägliche Trinkmenge eines Babys nach Alter

Die Trinkmenge pro Stillmahlzeit nach Alter gibt dir Orientierung, wie viel ml ein neugeborenes Stillbaby pro Stillmahlzeit durchschnittlich trinkt1:

AlterRichtwert pro Mahlzeit (ml)Mahlzeiten pro 24 StundenHinweis
0-1 Woche30-60 ml8-12Häufiges, kurzes Anlegen normal. Wecken, wenn 4-5 h ohne Mahlzeit.
2-4 Wochen60-90 ml7-10Clusterfeeding tritt auf.
1-3 Monate90-150 ml6-8

Stillrhythmus individueller, 

Wachstumsschübe erhöhen evtl. Stillhäufigkeit.

3-6 Monate150-180 ml5-7Effizienteres Trinken, Dauer pro Stillmahlzeit oft kürzer.

Bitte beachte, dass dies nur ungefähre Schätzwerte sind, denn wie viel ml ein neugeborenes Stillbaby trinkt, ist nur schwer messbar. Solange aber dein Baby gut trinkt, munter ist und altersgerecht wächst, musst du dir keine Gedanken machen.

Die Entwicklung deines Babys kannst du in über unseren Perzentilenrechner verfolgen:

Mama mit Kind auf Arm Teaser

Perzentilenrechner

Verfolge und speichere Gewicht und Größe deines Kindes mit unserem Tool.

Wie oft sollte man ein Neugeborenes stillen?

Neugeborene trinken bis zu 12 Mal am Tag.

In den ersten Lebenswochen, tritt auch das sogenannte Clusterfeeding ein, bei dem dein Baby (besonders abends) in sehr kurzen Abständen immer wieder an die Brust möchte – dies kann stundenlang dauern und wird sehr viel Geduld und Kraft von dir abverlangen. Hilfreiche Tipps, wie du mit dieser Phase umgehen kannst, findest du in unserem dazugehörigen Ratgeberartikel.

Mama stillt Baby an der Brust

Clusterfeeding: Ein Überlebens-Guide für Stillende

Dein Baby ist unruhig, quengelt und möchte gefühlt ununterbrochen an die Brust? Du fragst dich, ob das normal ist und ob du genug Milch hast? Keine Sorge, du bist nicht allein!

Kann man zu viel stillen?

Die kurze Antwort: Nein. Überfütterung an der Brust ist quasi nicht möglich, denn dein Baby reguliert die Trinkmenge an der Brust selbst, und zwar so, wer er oder sie es braucht.

Betrachte häufiges Stillen zudem nicht nur als reine Stillmahlzeit, sondern auch als Bedürfnis deines Babys nach Nähe. Denn deine Nähe bedeutet Geborgenheit und vor allem Sicherheit. Zusätzlich regt häufiges Stillen die an.

Wie lange stillen pro Stillmahlzeit?

Das ist sehr individuell. Manche Babys trinken in 10 Minuten effizient, andere brauchen 30-40 Minuten und möchten dabei nicht nur ihren Hunger stillen, sondern auch die Nähe zu ihrer Mutter genießen. Wichtig ist beim Stillen effektives Saugen, nicht die Stoppuhr. Lass also dir und deinem Baby die Zeit, die ihr braucht und wollt.

Tabelle: Tägliche Trinkmenge bei Flaschennahrung

Die folgende Tabelle bietet dir allgemeine Richtwerte zur täglichen Trinkmenge bei Flaschennahrung in den ersten Lebensmonaten – die Fütterungsempfehlungen des Herstellers auf der Verpackung deiner gewählten Flaschennahrung haben aber Vorrang:

AlterRichtwert pro Mahlzeit (ml)Mahlzeiten pro 24 StundenHinweis
0-1 Woche30-60 ml6-8Wecken, wenn 4-5 h ohne Mahlzeit.
2-4 Wochen90-120 ml6-8Trinkmenge steigt.
1-3 Monate120-150 ml6-8Mehr/häufiger trinken durch Wachstumsschübe möglich.
3-6 Monate180-240 ml4-5-

Wenn du dir unsicher bist, sprich mit deinem Kinderarzt/deiner Kinderärztin, Hebamme oder Stillberaterin, welche Milchmenge dein Baby pro Stillmahlzeit trinken sollte.

Beachte aber auch hier: Jedes Baby ist individuell und kann mehr oder weniger trinken als hier angegeben. Entscheidend sind das Wohlbefinden und die altersgerechte Entwicklung deines Babys.2

Kann ein Baby zu viel Flaschenmilch trinken?

Ja, gerade bei Flaschennahrung kann es vorkommen, dass Babys mehr trinken, als sie eigentlich brauchen. Das liegt oft daran, dass Saugen an der Flasche leichter fällt und länger anhält, sodass sie über den Hunger hinaus trinken. Achte also auf Sättigungszeichen wie Wegdrehen, Unruhe oder eingeschlafenes Trinken und halte dich an die Herstellerangaben sowie Empfehlungen deines Kinderarztes/deiner Kinderärztin.

Kann man stillen und gleichzeitig die Flasche geben?

Ja, Stillen und Flaschennahrung können kombiniert werden, z.B. zur Entlastung der Mutter, bei ihrer Abwesenheit oder wenn die Muttermilchmenge vorübergehend nicht ausreicht. Diese Kombination wird „kombinierte Ernährung“ oder „Teilstillen“ genannt. Die Trinkmenge des Babys kann dabei variieren: Oft trinken Babys bei Mischfütterung pro Stillmahlzeit etwas weniger, da zusätzliche Flaschenmahlzeiten den Hunger teilweise decken. Wichtig ist, insgesamt die Tagesmenge im Blick zu behalten, um weder zu unter- noch zu überfüttern. Orientierung geben die Herstellerangaben und die Gewichtsentwicklung des Babys. Hier ist der Perzentilenrechner ein sehr hilfreiches Tool:

Mama mit Kind auf Arm Teaser

Perzentilenrechner

Verfolge und speichere Gewicht und Größe deines Kindes mit unserem Tool.

Sprich mit deinem Kinderarzt/deiner Kinderärztin, Hebamme oder Stillberaterin, wenn du dein Kind Teilstillen möchtest und wie du die richtige Trinkmenge für dein Baby finden kannst.

Achte auf die Sättigungs- und Hungerzeichen

Babys ist zufrieden nach dem Stillen

Als Mama fragst du dich sicher oft, ob dein Baby genug Milch bekommt und wann es Zeit für die nächste Stillmahlzeit ist. Die gute Nachricht: Dein Baby kommuniziert mit dir! Es zeigt dir durch verschiedene Signale, wann es hungrig ist und wann es satt und zufrieden ist. Diese Zeichen zu erkennen und richtig zu deuten, gibt dir Sicherheit im Stillalltag und hilft dir, eine harmonische Stillbeziehung aufzubauen. Je besser du die Trinkbedürfnisse deines Babys verstehst, desto entspannter werdet ihr beide sein.

Suchreflex nach deiner Brust: Das frühe Hungerzeichen

Warte nicht, bis dein Baby weint – das ist bereits ein spätes Hungerzeichen. Achte stattdessen auf die frühen Signale: Dein Baby wird unruhig, dreht das Köpfchen hin und her (der sogenannte Suchreflex3), führt die Händchen zum Mund, saugt an den Fingern oder schmatzt. Auch wenn es im Schlaf zu nuckeln beginnt oder die Lippen bewegt, kann das ein Zeichen sein.

Diese frühen Hungerzeichen sind der ideale Zeitpunkt zum Anlegen. Dein Baby ist dann noch ruhig und kann leichter andocken. Wenn du diese feinen Signale erkennst und darauf reagierst, förderst du eine entspannte Stillsituation und beugst Stress bei euch beiden vor.

Zufriedenheit ist das beste Sättigungsanzeichen

Die folgenden Punkte hat die Frauenklinik Worms ausgearbeitet, als Anzeichen, dass dein Baby satt ist4:

  • Du stillst dein Baby mindestens 8- bis 12-mal in 24 Stunden
  • Du hörst, wie dein Baby beim Stillen schluckt
  • Du lässt dein Baby an der ersten Brust so lange trinken, bis es von allein aufhört, bevor du ihm/ihr die andere Brust anbietest
  • Dein Baby ist nach dem Stillen satt und zufrieden
  • Dein Baby wird ausschließlich gestillt
  • Dein Baby hat ab dem 4. Lebenstag mindestens 5-6 nasse Windeln (das Gewicht der Windel ist spürbar)
  • Dein Baby hat mindestens 3 Darmentleerungen in 24 Stunden. Nach dem 4. Lebenstag ist der Stuhlgang deines Babys weich und gelb.
  • Deine Brüste und die Brustwarzen fühlen sich beschwerdefrei an. Sollte dein Baby beim Stillen beißen, findest du hilfreiche Tipps in unserem Ratgeber Mein Baby beißt beim Stillen.

Die Entwicklung der Trinkmenge beim Baby

7 Monate altes Baby trinkt aus der Babyflasche

Die Trinkmenge deines Babys verändert sich in den ersten Monaten kontinuierlich. Von wenigen Millilitern in den ersten Lebenstagen bis zu größeren Mengen mit einem halben Jahr – jede Entwicklungsphase bringt neue Bedürfnisse und eine andere Milchmenge. In diesem Abschnitt schauen wir uns die wichtigsten Veränderungen der Stillmahlzeiten an, die auf dich zukommen könnten.

0-1 Woche Trinkmenge: Wieviel ml trinkt ein Baby mit 1 Woche?

Der Magen deines Babys ist am 1. Tag des Lebens kirschgroß (ca. 5-7 ml), am 3. Tag walnussgroß (ca. 22-27 ml) und am 7. Tag etwa aprikosengroß (45-60 ml) – das ist auch das absolute Maximum der Trinkmenge, die dein Baby in dieser Zeit aufnehmen kann. Und denk dran: Aller Anfang ist schwer, auch beim Stillen kann das der Fall sein. Sprich mit deiner Hebamme oder deinem Kinderarzt/deiner Kinderärztin, wenn du Unterstützung beim Stillen brauchst.

2-4 Wochen Trinkmenge: Milchmenge steigt, Sättigungszeichen beobachten

Nach dem Milcheinschuss steigt die Trinkmenge deines Babys auf etwa 60-90 ml pro Mahlzeit. Dein Baby entwickelt jetzt einen individuelleren Rhythmus. Gute Zeichen, dass mit der Trinkmenge deines Babys alles stimmt, sind:

Halte dich weiter an Bedürfnisstillen: Dein Baby meldet sich, wenn es Hunger hat – und zeigt dir, wann es satt ist.

1-3 Monate Trinkmenge: Stabilisierung und Wachstumsschübe

Die Milchmenge, die dein Baby in dieser Phase trinkt, liegt jetzt ungefähr bei etwa 60-150 ml pro Stillmahlzeit. Die Trinkmenge eines 1 Monate alten Babys liegt hier also etwas niedriger als die Trinkmenge eines 3 Monate alten Baby.

Der Stillrhythmus wird in dieser Phase individueller: Manche Babys trinken kürzer und dafür öfter, andere länger und seltener. Wachstumsschübe können die Häufigkeit aber zeitweise erhöhen:

  • Dein Körper passt die Milchproduktion immer besser an die Trinkbedürfnisse deines Babys an
  • Um Muttermilch auf Reserve zu haben, kannst du z.B. deine Brust ausstreichen oder Milch abpumpen  

3-6 Monate Trinkmenge: Effizientes Trinken, Vorbereitung auf Beikost

Ab dem dritten Monat trinken Babys effizienter. Die Trinkmenge steigt auf 120-180 ml pro Stillmahlzeit, aber die Dauer kann kürzer werden.

Auch wenn sich die Trinkmenge bei einem 3 Monate altem Baby, von der Trinkmenge eines 6 Monate alten Baby unterscheidet, solltest du auch hier primär auf die Signale deines Kindes vertrauen, statt auf starre Pläne.

Ab dem 6 Monaten beginnt für einige Babys der Beikoststart. Wichtig zu wissen:

  • Auch beim Beikoststart bleibt Muttermilch die Hauptnahrung
  • Eine Alternative zur typischen Breikost als Beikost, ist Baby-Led-Weaning  
  • Wasser ist erst mit Einführung der Beikost nötig

Bei Fragen zum Beikoststart wird dich deine Hebamme oder dein Kinderarzt/deine Kinderärztin beraten können.

Bockshornklee als natürliche Unterstützung für die Milchmenge

Reicht meine Milch für die tägliche Trinkmenge meines Babys? Diese Frage stellen sich viele Mütter. Wenn du das Gefühl hast, deine Milchproduktion könnte einen kleinen Anstoß gebrauchen, ist Bockshornklee ein bewährtes pflanzliches Mittel. Es wird vor allem für seine Wirkung, die auf sogenannten Phytoöstrogenen beruht, geschätzt: Pflanzliche Stoffe, die dem weiblichen Hormon Östrogen ähneln und so die Milchmenge steigern können.

Die Einnahme erfolgt meist als Tee oder in Kapselform, wobei Kapseln oft eine höhere und geschmacksneutrale Konzentration bieten.

Wichtig: Bevor du Bockshornklee verwendest, ist eine Rücksprache mit deiner Hebamme, Stillberaterin oder deinem Arzt/deiner Ärztin unerlässlich. Sie können am besten einschätzen, ob das Mittel für dich geeignet ist.

Fazit: Es kommt nicht auf die Millileter an

Tabellen und Richtwerte zur Trinkmenge eines Babys sind eine hilfreiche Orientierung, doch das Wichtigste ist: Vertraue auf dein Baby und dein eigenes Gefühl. Jedes Kind ist einzigartig und kommuniziert seine Bedürfnisse klar – von den frühen Hungerzeichen wie dem Suchreflex bis zur zufriedenen Entspannung nach der Mahlzeit.

Anstatt Milliliter zu zählen, geht es darum, diese individuellen Signale zu erkennen und darauf zu reagieren. So entsteht eine harmonische Stillbeziehung, die auf Vertrauen und der besonderen Verbindung zwischen dir und deinem Baby basiert, nicht auf starren Zahlen. Du und dein Baby seid das beste Team und ihr werdet euren gemeinsamen Rhythmus finden.

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Häufige Fragen zur Trinkmenge beim Baby

Wie viel Muttermilch pro Tag trink ein Baby?

Die genaue Menge an Muttermilch pro Tag ist sehr individuell. Als grober Richtwert trinkt ein vollgestilltes Baby zwischen dem ersten und sechsten Monat etwa 750 bis 900 ml pro Tag, verteilt auf viele kleine Mahlzeiten. Wichtiger als die Milliliter ist jedoch das Stillen nach Bedarf, da das Baby so seine Zufuhr selbst reguliert.

Wie viel Muttermilch pro Mahlzeit trinkt ein Baby?

Die Trinkmenge pro Mahlzeit steigert sich mit dem Alter. In der ersten Woche sind es oft nur 30–60 ml, da der Magen eines Babys noch winzig ist. Bis zum dritten Monat erhöht sich die Menge auf ca. 90–150 ml und kann später bis zu 180 ml erreichen. Vertraue also auf die Sättigungszeichen deines Babys.

Dürfen Babys Wasser trinken?

Nein, vollgestillte Babys benötigen in den ersten sechs Monaten kein zusätzliches Wasser. Die Muttermilch (oder Säuglingsnahrung) versorgt sie mit ausreichend Flüssigkeit und allen wichtigen Nährstoffen. Wasser wird erst mit der Einführung der Beikost, also etwa frühstens ab dem 6. Monat, zusätzlich zu den festen Mahlzeiten empfohlen.